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ANDERS WIRTSCHAFTEN - JEDE WENDE BEGINNT IN DEN KÖPFEN DER MENSCHEN

Die Abhängigkeit von globalen Wirtschaftsinteressen zeigt immer mehr, daß das Volk eben nicht mal mehr über seine politischen Vertreter Einfluß auf ein Recht nach eigener Existenzbestimmung zu haben scheint. Mitspracherechte werden immer undurchschaubarer und somit logischerweise unwirksam.
Durch vom Euro abgekoppelter Leistungsaustausch, sei es durch Zeittausch, oder, wie in vielen Regionen der Welt, durch Alternativwährungen, können der Abhängigkeit von den Wirtschaftsbossen, überlebenstüchtige, selbstgewählte Alternativen beigesellt werden.

Graeme Nicholson vom Tauschring „Härtennetzwerk“ und Konrad Benze von der Tübinger Gruppe „Global Marshall Plan“ geben dazu am Härtentag (Sonntag 24. Oktober 2010) Gedankenanstöße und Berichte und möchten motivieren mitzudenken und mitzuhandeln.
Prof. Dr. Dr. F. J. Radermacher
Was kann jeder Einzelne tun?
30 Anregungen

Wählen Sie zwei bis drei Möglichkeiten aus, die zu Ihnen passen, üben Sie regelmäßig, notieren Sie mit Ort und Datum jede Aktion und, wenn diese zur Routine geworden sind, fügen Sie eventuell ein paar weitere Punkte hinzu.

Afrik. Sprichwort: Wenn viele kleine Leute viele kleine Dinge tun, verändert das die Welt.
  1. Mehr globale Empathie entwickeln.
  2. Sachbücher zu den Themen Globalisierung, Nachhaltigkeit und Zukunft lesen.
  3. Weniger Fleisch essen.
  4. Vermehrt Produkte aus lokaler ökologischer Produktion / Fair Trade-Produkte kaufen.
  5. Öfter einmal Urlaub in der Nähe machen.
  6. Das Auto ab und an stehen lassen.
  7. Beim Autofahren das Tempo immer wieder einmal mäßigen.
  8. Mehrere Nichtregierungsorganisationen in vielfältiger Weise unterstützen.
  9. Zeit in gemeinwohlorientierte Tätigkeiten und ehrenamtliche Aufgaben investieren.
  10. Vor Ort oder weltweit eine Coach- oder Mentor-Rolle für Andere übernehmen.
  11. Für Geldanleger: Ethisch ausgerichtete Fonds wählen.
  12. Zu Stichtagen das Münzgeld im Portemonnaie für einen guten Zweck einsetzen.
  13. Newsletter einschlägiger Organisationen abonnieren.1
  14. Den Bücherdienst der Global Marshall Plan Initiative abonnieren.
  15. Bäume pflanzen.
  16. Kinder und Organisationen unterstützen, die Bäume pflanzen.
  17. Für ein forciertes Weltaufforstungsprogramm (5 Mio. km2) eintreten.
  18. Das Licht ausschalten, wenn niemand im Raum ist.
  19. Handtücher und Wäsche in Hotels mehrfach benutzen.
  20. Immer wieder einmal weniger auf den eigenen Vorteil bedacht sein.
  21. Die Beiträge anderer würdigen und fair dafür bezahlen.
  22. Für die Sinnhaftigkeit von Eigenverantwortung, Leistung und Markt argumentieren.
  23. Für Besteuerung nach Leistungsfähigkeit argumentieren.
  24. Argumentieren, dass die Nichtentrichtung von Steuern Diebstahl ist.
  25. Die Einhegung von Steuerparadiesen fordern.
  26. Sich gegen den Begriff Umverteilung in Verbindung mit Besteuerung wehren.
  27. Die Besteuerung aller Finanzmarkttransaktionen (z. B. mit 0,01 %) fordern.
  28. Persönliche Reisen und energieintensive Aktivitäten klimaneutral stellen.
  29. Sich öffentlich für mehr internationale Entwicklungszusammenarbeit aussprechen.
  30. „Spenden statt Geldgeschenke“ als Prinzip für Feste und Events propagieren.
1 z. B. (kostenfreie) Newsletter des FAW/n, Ulm (www.faw-neu-ulm.de), des Ökosozialen Forums Europa (www.oekosozial.at), des Genisis-Instituts, Berlin (www.genisis-institute.org) und der Global Marshall Plan Initiative (www.globalmarshallplan.org).
Am 12. Juni wurde auf den Härten ein TAUSCHRING - DAS HÄRTENNETZWERK- gegründet.
Mit dem Härtennetzwerk verbindet sich die Hoffnung, die soziale Gemeinschaft auf den Härten zu intensivieren und zwar über den gegenseitigen Austausch von Dienstleistungen und auch Gegenständen.
Dies ist allerdings die klassische Aufgabe der Wirtschaft. Die Frage stellt sich, warum die Wirtschaft heute eher sozial trennend und nicht Gemeinschaft bildend wirkt?
Auch gegenökologische Faktoren werden wahrgenommen.
Es besteht die Notwendigkeit einer Korrektur, wie wir es im Kleinmaßstab des Härtennetzwerks anstreben.

Mit einem Vortrag und anschließender Diskussion, wollen wir uns Gedanken machen zu den Hintergründen der Tauschringidee. Dabei werden wir Überlegungen zum Geld, seinen Spielregeln und deren Einfluß auf das soziale Gefüge der Gesellschaft anstellen.

Graeme Nicholson


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