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Unsere Themen
AUS ERFAHRUNG JUNG - AUSTAUSCH UNTER DEN GENERATIONEN
Menschen in der 3. Lebenshälfte erfahren zunehmend Hilfs-oder Ratlosigkeit.
Der Reichtum der Erfahrung hat keinen Stellenwert.
Betreutes Wohnen oder Pflegeheime scheinen teure Aussichten zu sein, die sich Mensch sicher nicht als Lebensziel vorgenommen hat.
Wie können wir hier auf den Härten dafür sorgen, daß die 3. Lebenshälfte eines Menschen den Wert beigemessen bekommt, die sie hat?
*Wissen, Erfahrung und Weisheit weitergeben.
*Bewahrung einer angemessenen und vor allem selbstbestimmten Eigenständigkeit.
Gudrun Witte-Borst wird am Härtentag (Sonntag 24. Oktober 2010) mit allen workshopTeilnehmern spielerisch und kreativ an diese Fragen herangehen.
Unsere Generationen könnten sich in einem
reichhaltigen Austausch befinden.
Eigentlich zeigt uns unsere Gesellschaft, in der wir
leben, daß es uns gelungen ist, die „dritte Hälfte“
des Lebens mit einer eigenen Sinnsuche anzugehen.
Mit ca. 70 Jahren noch voll auf beiden Beinen zu
stehen, ist nichts Außergewöhnliches mehr.
Daß es einen Zeitpunkt geben wird, an dem der
Mensch Hilfe und Betreuung benötigt, ist so bekannt
wie das Leben selbst.
Betrachten wir unseren menschlichen Werdegang, so
entdecken wir, daß jeder am Anfang seiner irdischen
Laufbahn sich zunächst mit allen möglichen Zutaten
befassen muß, ehe er herausfiltern kann, wie und
womit er seine Zielgerade ausrichtet.
In der Mitte eines Lebens stehen neben
Existenzsicherung, Verantwortung und Fortpflanzung
stets auch Korrekturen und Überprüfungen Pate.
Wir bauen unsere Interessen aus und schließen mit
der ersten großen Erfahrungs- und Lernphase ab.
Was haben wir von unseren Lehrern übernommen,
was war prima und was sollte verändert werden?
Oft starten wir in der Mitte des Lebens nochmals
neu, jedoch mit Erfahrungsgrundlagen, die eine
bewußtere Steuerung unserer Vorstellungen,
Wünsche und Gedanken zulassen.
Mit Beginn des Rentenalters, in dem der Mensch aus
seinen beruflichen Verpflichtungen offiziell
ausscheiden kann, ist lebensphilosophisch gesehen
der Höhepunkt eines Schaffens erreicht, der an
dieser Stelle keinen Abbruch oder Stop erfahren
sollte.
Die Zeit des Betrachtens, ob das Geschaffene mit
einer eigenen oder fremden Anerkennung
einhergehen kann, ist genauso wichtig, wie das
grüne Licht für die Schule, den Beruf, die Ehe oder
den Ortswechsel.
Hier klafft in unserer Gesellschaft für uns Menschen
eine große Lücke, die es auszufüllen gilt:
Sinnvolles, Brauchbares, Nützliches, Kostbares,
Kreatives, Lebenserhaltendes müßte zu diesem
Zeitpunkt menschlichen Schaffens mit einer
Sinnhaftigkeit gewürdigt werden, die es allen
Jüngeren leichter machen könnte.
Gleichzeitig könnten die Menschen der älteren
Generation erleben, in welcher Art und Weise sie
dazu beigetragen haben, die Beständigkeit des
Lebens zu bewahren und zu verbessern.
Ob wir diese Erkenntnisse mit Leben ausfüllen
können, liegt an unseren Ideen und deren
tatkräftigen Umsetzungen.
Beate Simon Mai 2010
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